Ajour ist eine Durchbruchstickerei, bei der keine Gewebefäden zerschnitten werden. Der spitzenartige Effekt entsteht ausschließlich indem Gewebefäden gebündelt und zusam- mengezogen werden. 


aus Stick-Idee No. 3281/601 Cashel Ajour | Einfache Zierstiche werden zu Ajourstichen, indem der Stick- faden fest angezogen wird. Ajourstickerei immer im Stickrahmen arbeiten, damit Sie die Stiche gleichmäßig zusammenziehen können. Stoffwahl: Die besten Ergebnisse erzielt man auf lose gewebten Reinleinengeweben. Die glatten Flachsfäden lassen sich besonders gut zusammenziehen und das edle Material unterstreicht den Spitzencharakter dieser Sticktechnik. Gewebevorschläge: 3340 CORK ist mit 8 Fäden/cm relativ grob, mit Ajourstichen verziert, erscheint jedoch auch dieses Leinengewebe elegant und fein. Wenn Sie das erste Mal Ajour sticken, sollten Sie es auf diesem Gewebe probieren. 3604 DUBLIN, das klassische, offen gewebte Siebleinen mit 10 Fäden/cm wird traditionell für Ajourstickerei verwendet. Hier kommen die Durchbrucheffekte besonders gut zur Geltung. 3281 CASHEL ist ein Leinengewebe mit ca. 11 Fäden/cm. Es ist obwohl feiner, immer noch sehr gut zu zählen.
Leinen-Deckenstoffe eignen sich ebenfalls sehr gut für Ajourstickerei. Eingewebte Streifen oder Karos erleichtern Ihnen dabei die Aufteilung der Stickerei. Stickgarn: Perlgarn oder Vierfachgarn dem Gewebe angepasst, jedoch in eher feineren Stärken wählen, damit die Löcher in der Stickerei besser zur Geltung kommen. Traditionell wurde Ajour-Stickerei in Deutschland mit weißem Stickgarn auf weißem Leinen oder pastellfarbig Ton-in-Ton gearbeitet. Aus Süd- und Osteuropa gibt es jedoch zahlreiche Beispiele mit farbigen, kontras- tierenden Farben.
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